Angenehm überrascht und gute Schuhe

Trotz herrlichen Wetters und angenehmster Badetemperaturen, kam ich mir etwa am Lamai-Beach im Osten Koh Samuis zeitweilig recht verloren vor. Lediglich eine Handvoll Urlauber lag hier am weitläufigen Sandstrand in der Sonne oder versteckte das Gesicht hinter einem Buch. In den kleinen Bambushütten auf dem Strand dösen Masseure vor sich hin, während sie auf Kundschaft warten.

Abends sitzt man in den Restaurants und Strandbars, die zur Standardausrüstung einer jeden Ferienanlage gehören, und genießt köstliches Thai-Food oder fangfrischen Fisch. Die Musik, die dann hier und dort über den Strand ertönt, ist dezent und keinesfalls aufdringlich oder störend. Bisweilen sieht man am anderen Ende der Bucht ein Feuerwerk die sternenklare Nacht zerreißen. Doch nichts von alledem taugt dazu, die Stimmung zu zerstören oder das Gefühl zu erwecken, man befinde sich in einer touristischen Hochburg.

Apropos Burg: Man sieht hier auch keine mehrstöckigen Bettenburgen, dafür aber nette kleine Bungalows direkt am palmengesäumten Strand. Und das zu erschwinglichen Preisen. Ich muss gestehen, ich war positiv überrascht und meine ursprüngliche Skepsis wurde bereits am ersten Abend, als ich in der Hängematte auf der Veranda unseres Bungalows lag und aufs Meer blickte, zerstreut.

Als ich dann vom Rauschen der Brandung und vom Gesang der Geckos in den Schlaf gewiegt wurde, hatte ich die Gewissheit: Hier lässt es sich aushalten. Beim weiteren Erkunden der Insel mit shoepassion shop berlin fand ich zwar auch andere Buchten, die mit opulenten Luxusresorts einen weniger ursprünglichen Charme versprühten, aber die Grundstimmung war doch stets die gleiche: entspannt und zurückhaltend.

Spuren der Zivilisation

Natürlich findet man sie auch hier auf Koh Samui, die Spuren der Zivilisation, doch sind auch diese recht dezent ausgeprägt. Nathon, die „Hauptstadt” der Insel, ist der einzige Ort, der entfernt an eine Stadt erinnert. Neben dem Fährhafen gibt es hier diverse Einkaufsmöglichkeiten. Doch lässt man diesen Ort in der Regel schnell hinter sich, stellt er doch lediglich das Tor zu Koh Samui dar. Von hier aus nimmt man sich ein Taxi oder einen Mini-Pick-Up-Truck (als Ersatz für Busse die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel) und fährt weiter zu einer der malerischen Buchten.

Die Orte dort sind nicht mehr als eine Ansammlung von Häusern und Geschäften, die beiderseitig entlang der Straße liegen. Zur touristischen Infrastruktur gehört es wohl auch, dass man nahezu in jeder Ortschaft einen 7-Eleven-Supermarkt und bei genauerem Hinsehen auch hier und da ein McDonalds oder ein Kentucky Fried Chicken Fastfood-Restaurant findet, doch die kleinen Thai-Restaurants und Imbisse mit traditionellem Flair sind glücklicherweise noch in der Überzahl.