Das Mallorca Asiens

Danke, für diese knallharte, ehrliche Einschätzung, alles, was ich bisher erzählt bekam, hast Du bestätigt. Aber, wer einmal die Gibbons singen hörte im herrlichen Urwald , der wird immer um solche Touri-Party-Nester einen großen Bogen schlagen. Schöne Weiterreise und tolle (Natur-) Erlebnisse Gisi.

Dieses zweifelhafte Prädikat hängt manchem Urlaubsort in Südost-Asien an, doch Phuket hat es sich redlich verdient. Die Gleichsetzung mit Mallorca ruft unweigerlich Assoziationen hervor: Überfüllte Strände und Bars, seelenlose Hotelanlagen und ein Publikum, das nur eines im Sinn hat: Abends den für kurze Zeit hinter sich gelassenen heimischen Alltag mithilfe von Unmengen an Alkohol vergessen zu machen und tagsüber den Rausch am Strand auszuschlafen. Gemessen daran, erfüllt Phuket alle Kriterien. Mehr als genug.

Man hatte mich darauf vorbereitet, sogar davor gewarnt, nach Phuket zu reisen. Schöne Strände gebe es, doch mache es keinen Spaß, sich dort länger aufzuhalten. Der Erholungsfaktor tendiere gegen Null und das Grundgefühl, das einem diese Insel vermittele, sei alles andere als ein gutes. So sagte man mir und so sollte ich es erleben.

Trotz aller abschreckenden Warnungen im Vorfeld mussten wir nach Phuket, da der Rückflug meiner Freundin vom dortigen Flughafen aus gehen würde. Es führte also kein Weg an der größten Insel Thailands vorbei. Dennoch machten wir uns zunächst keinen Stress, fühlten wir uns doch nach der Zeit auf Koh Samui bestens erholt und zutiefst entspannt. Was also konnte schon passieren?

Stressaufbau

Den ersten Beitrag zum Zunichtemachen aller Entspannung die stockerpoint dirndl bh leistete die Fahrt von Koh Samui nach Phuket. Mit dem Minivan zum Bus, mit dem Bus auf die Fähre und eine stressfreie Über- und Weiterfahrt nach Suratthani. Soweit so gut. In Suratthani angekommen wurden wir an einem kleinen Reisebüro abgesetzt, wo wir mit Aufklebern unserer jeweiligen Zielorte gespickt wurden. Diese erhielten wir im Tausch für unsere Tickets.

Wir hatten also außer dem handbeschriebenen Sticker auf der Brust, nichts weiter in der Hand. Von dort aus ging es auf der unbestuhlten Ladefläche eines Pick-Ups weiter zum nächsten Reisebüro, von wo aus wir auf unsere Busse verteilt werden sollten. Rein ins Tuk-Tuk und ein paar Ecken weiter zu einem ordentlichen Reisebus gefahren.

Unser Fahrer redete wild gestikulierend auf den Fahrer des Busses ein, brüllte hernach aufgeregt in sein Mobiltelefon und wandte sich im Anschluss schulterzuckend an uns: „Full.” Aha. Also weiter zum nächsten Bus. Das gleiche Spiel. Ich begann langsam an der Organisation zu zweifeln. Als wir im dritten Anlauf endlich einen Bus fanden, der uns mitnehmen würde, beruhigte sich die Lage ein wenig.